Beschreibung / Inhaltsübersicht
Zwei von drei Menschen, die 1946 und vorher geboren sind, haben traumatische Erfahrungen erleben müssen. Als Zeugen oder als unmittelbar Betroffene, als Erwachsene oder als Kinder. Flucht, Bomben, Todesgefahr, Vergewaltigung, Verlust von Angehörigen und Freunden ... Mit diesen Erfahrungen blieben die Menschen lange allein. Die Folgen verharrten oft lange im Verborgenen, im Alter brechen sie auf. Warum und wie dies geschieht, beschreibt Dr. Udo Baer anschaulich und für alle verständlich. Er zeigt anhand langjähriger Erfahrung auf, was hilft: vor allem die vier Zauberworte „Du bist nicht allein!“ Ein Buch für Betroffene, Angehörige, Pflegende und alle, die verstehen wollen, was viele alte Menschen wirklich bewegt.
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Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Demenz und Trauma werden dargestellt. Auch über die Vorgänge in Gehirn und Körper wird berichtet.
Die Bezeichnungen Trauma, Demenz, Alzheimer und weitere sind im Buch erklärt.
Im letzten Abschnitt wird auf Hilfen für die Patienten und Behandlungen derselben eingegangen. Im Vordergrund steht dabei, die Ursachen zu ergründen, Verständnis und Mitgefühl durch Zuhören zu zeigen sowie die Betroffenen ausreden, auch "austoben" zu lassen. Das Buch gibt Hinweise für Pflegende, Angheörige, Therapeuten und Betroffene. Es kann so ein wichtiges Hilfsmittel für alle diese Personengruppen sein.
Es zeichnet die achtsame Herangehensweise des Autors zu diesem Thema aus, das er Gefühle wie Schuld und Scham nochmal besonders in den Focus nimmt. So hebt er nachhaltig die erforderliche einfühlsame Haltung hervor, mit der dieses Thema im Alltag begleitet werden sollte. Seine anschliessenden Ausführungen zum Alter und insbesondere in der Begleitung dementer Menschen machen deutlich, das sinnliche Angebote sowohl fördern, wie aber auch fordern können, wenn sie triggern und ihre Ursachen in kriegstraumatischen Zusammenhängen haben. Sein naheliegendes Fazit ist daher auch die Forderung einer annehmenden und zulassenden Haltung aller Begleitenden, auf dem Boden der Auseinandersetzung mit kriegstraumatischen Ereignissen. So haben aus Sicht Udo Baers Ablenkung und Ignoranz keinen Raum mehr. Typisch für ihn belässt er es nicht bei der Benennung dieser Forderung, sondern zeigt dem Leser anhand vieler praktischer Beispiele Möglichkeiten auf, welche allesamt kriegstraumatisches Erleben achtsam aufgreifen und stützend begleiten.
Dieses fachlich kompakte und dennoch überschaubar gestaltetete Buch berührt Betroffene, die sich so gesehen fühlen und es ist eine nachdrückliche Empfehlung für alle, die Menschen in ihrem letzten Lebensdrittel biografisch würdigend begleiten möchten!
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